Demnächst

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VORLETZTER SONNTAG DES KIRCHENJAHRES – 19. NOVEMBER 2017
Blönsdorf 10.00 Uhr Musical „David und Goliath“ mit Kindern
(Ute Schollmeyer und Michael Weigert)

Zallmsdorf 08.30 Uhr (Matthias Schollmeyer)
Zahna 10.00 Uhr (Matthias Schollmeyer)

zum Tag der Heiligen Katharina (25.11.2017)

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Ein Engel salbte Katharinas Wunde,
zwei Tauben brachten Brot und kühlen Wein.
Denn Christus lässt in ihrer Kerkerstunde

die kluge Glaubenszeugin nicht allein.
Am Morgen führt man sie vor fünfzig Greise,
die fragen scharf und lange im Verein.

Jedoch der Rede Sanftmut im Beweise
bewirkt, den Heiden beugt das Argument.
Sie zeigt als Philosophin ihnen Eisen,

die keines Gegners Wut und Hass verbrennt.
Schon knien die Greise hin, wie zahme Lämmer
und schwören ab vor dem am Firmament.

Der Kaiser lässt sie töten. Solche Männer
will er nicht länger halten im Palast:
Er wähnte um sich seiner Götter Kenner –

nun wurden Christen sie und ihm verhasst?
„Rollt her das Rad und packt das Weib am Kragen!“
Wie schnell der Pöbel Katharina fasst …

Da fällt des Himmels Blitz auf ihren Wagen
und hat das Folterräderwerk zerschlagen.

Zurück zum Kerker führt man sie nun wieder,
der Taubenengel traubentragend naht.
Sie singt und ihres frommen Glaubens Lieder

hört Faustina, des Kaisers Weib im Bad.
Hinab zu ihr lässt sie sich nachts geleiten
die Heidin Widerruf geraten hat:

„Schwör Jesum ab, als Freundin wirst begleiten
du mich. Uns beiden Frauen wird der Platz!“
Da zeigt ihr Katharina alle Seiten

des Christenglaubens auf. Den hohen Schatz
lässt Faustina sich niemals wieder nehmen,
noch was sie unten lernte Satz für Satz.

Deshalb muss zur Arena sich bequemen
die Kaiserin am nächsten Morgen dann:
Maxentius, der grause Gatte eben

verurteilt sie zu Löwen. Und es rann
ihr Blut dort auf den Sand in weiter Runde,
als traf der Freundin Haupt des Schwertes Bann.

Sie lobten beide Gott zur selben Stunde,
und einte zwei sich Christus seinem Bunde.

Epheser 4 Von (Licht und Schatten)

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Weit geht mein Blick hinaus in alle Lande
vom Turme seh´ ich bis zum Horizont.
Entschwinden will des Tages Licht am Rande

der Welt, das Feld liegt still und mild besonnt.
Da weist der Engel mir, fast zum Erschrecken,
des hohen Bauwerks lange Schattenfront.

Als Zeigefinger droht sich´s auszustrecken
dort unten, wo der Mensch mit Menschen lebt.
In seiner Kühle lebt die Welt der Schnecken

und Spinnenvolk sich heimlich Netze webt.
Die Finsternis des fingergleichen Turmes,
der täglich einmal um sich selber dreht,

bestärkt das Reich des alten Drachenwurmes,
der auf den Untergang des Guten zählt.
Geschrei und Grimm sind Kinder seines Sturmes,

zur Fron er sich als Diener Viele wählt.
Als Früchte seines Hasses will er sehen
des Zornes Banner unter Menschen wehen.

Wo die noch stehen nach der Sonne Gehen,
ist´s um den Frieden hoffnungslos geschehen.

Gebt nicht dem Lästrer Raum. Wer heut gestohlen,
der stehle morgen nicht. Mit eigner Hand
soll er aus seinem Säckel Münzen holen

dem Armen in der Not als mildes Pfand.
Nicht Torheit darf aus eurem Munde gehen,
doch kündet, was verbessert Stadt und Land.

Lasst mich in dieser Sache zu euch flehen:
„Betrübet niemals Gottes Heilgen Geist.
Er bleibt das Siegel, mit dem ihr versehen

den letzten Tag besteht trotz Glut und Eis.
Seid freundlich miteinander und vergebet
gleich Gott, der uns vergab, wie jeder weiß.

Nicht mehr dem alten Menschen in euch lebet,
der in des Irrtums Lüsten sich verderbt.
Den neuen Menschen anzuziehen strebet

und gottgeschaffne Heiligkeit ererbt!
Auch tut euch Not, die Lüge abzulegen
solang ihr lebt. Nicht erst, nachdem ihr sterbt.

Ein Leib sind wir, ein Geist ist! Lasst uns pflegen
das Band der Einheit, so ist Gott zugegen.