Konfirmandenprojekt März 2014 (Teil 1)

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(Johann Friedrich Overbeck – Christus bei Maria und Martha)

Christus steht auf der Seite von Maria, die zu seinen Füßen sitzt und zuhört. Das heißt, auch er sitzt. Ein Bild der Ruhe und der Muße. Martha, die Handelnde, versucht, Jesus dazu zu bringen, auch Maria zum Handeln anzutreiben. Er aber sagt, die hörende Maria hätte gegenüber der handelnden Martha das bessere Teil gewählt … Hören statt Handeln.
Der Finger der Martha und der Finger Jesu können voneinander weiter entfernt nicht gedacht werden. Nahe sind sich Adams und Gottes Finger in dem bekannten Gemälde von Michelangelo (die Erschaffung des Adam). Marthas und Jesu Finger zeigen aneinander vorbei.

Aber Jesus weist unseren Blick aus dem Fenster hinaus. Und hier erhält Martha und mit ihr zusammen alle auf das Handeln Wert legenden Menschen ihr Recht. Draußen spielt sich nämlich die Szene vom barmherzigen Samariter ab. Oder ist es Lazarus, der stirbt, um später auferweckt zu werden? Nein es ist der barmherzige Samariter (bitte zoomen!)
Über Hören und Handeln sinnt die ganz am rechten Bildrand lehnende Figur nach … Sie scheint mir die interessanteste Person zu sein. Sie kennzeichnetet nämlich den skeptischen Betrachter dieses außergewöhnlichen Nazarenerbildes.

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