kleine Ernst Ortlepp Feierstunde in Woltersdorf 14.6.2014 ab 14.30 Uhr

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Mutmaßliches Porträt von Ernst Ortlepp (1800-1864) aus dem Nachlass Friedrich Nietzsches, der den Dichter in Schulpforte kennenlernte. (FOTO: KSW)

ERNST ORTLEPP in Zahna
Ein Jahr lang soll er bei uns gewohnt haben. Der Dichter Ernst Ortlepp. Geboren am 1.8.1800 abends halb sieben in Droißig, unter ungeklärten Umständen gestorben am 14.6.1864 bei Naumburg. Wir verdanken ihm Übersetzungen von Shakespeare und Lord Byron, – auch manchen bissigen Vers über Fürsten und Könige. Von der Zensur belegt und stets mittellos, logierte er das Jahr 1857 über in Zahna bei seinem Bruder, dem Pfarrer Moritz Ortlepp. Dessen alte Kleider trug er auf und bereitete sich als siebenundfünfzig Jahre alter Mann noch einmal auf ein Examen in Halle vor, das er auch bestand. Aber – man hat ihn nie mehr mitspielen lassen im richtigen Erwerbsleben – von der politischen Klasse ausgeschlossen und verunglimpft vegetierte er die letzten Jahre seines Lebens in bitterster Armut dahin, und blieb doch unbesiegbar. „Ich dichtete so mancherlei / Unsterbliches war auch dabei“ – so lautet einer seiner Verse. Einige seiner Schriften haben wir aufgefunden und lesen in denselben am 14.06.2014 ab 14.30 Uhr in der Woltersdorfer Kirche. Michael Weigert spielt dazu auf der spätbarocken Orgel des reizvollen Flämingdörfchens. Und Sie sind herzlich eingeladen!

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