von der Gewissheit (Römer 8,28-38)

Seht, ein Geheimnis webt in unserm Leben:
Wer Gott liebt, dem wird alles schließlich gut.
Das gilt für die von ihm Erwählten eben,

weil er sie greift und rettet aus der Flut.
Wen Gott ersah, dem Sohne gleich zu werden,
dem schenkt Gemeinschaft er und Leidensmut.

Befreit von Schuld geht man dann auf der Erden,
hat Anteil an des Glaubens Herrlichkeit
und kündet davon freundlicher Gebärden:

„Wenn Gott für uns ist, kann doch in der Zeit
nichts und auch niemand Schädliches bewirken.
sein Sohn wacht mitten in der Sterblichkeit!

Wer stünde noch aus aller Welt Bezirken
zur Klage auf? Wir sind von Gott erwählt!
Befreit von Schuld – was zittertet jetzt ihr denn?

Ward nicht für uns Herr Christ zu Tod gequält?
Er starb für mich und dich, ist auferstanden –
nur diese Wahrheit ist es, die noch zählt.

Es ist der Herr in Gottes Reich vorhanden,
dort tritt er ein für uns und unsre Schanden.

Was also könnte uns von Christus trennen?
Angst, Leiden, Hunger, Armut, Folter, Tod?
Gefahren, in die arme Schafe rennen,

wenn du als Schächter nahst im Morgenrot?
Sie werden trotz des Leidens triumphieren,
vor ihm, der sagte, er sei Lebensbrot.

‚Der uns geliebt‘, klingt unser Jubilieren
‚ist Gottes Sohn, der Herre Jesus Christ.‘
Kein Engel, Dämon, Bestie von Tieren

raubt uns den Himmel, wo er König ist.
Kein Etwas aus der Zukunft großem Kommen
wird schaden uns zu irgendeiner Frist.

Es liebt der Herr die Seinen und die Frommen,
darum bewahrt er treulich vor Gewalt
in Tiefen und auf Höhen sie besonnen

beim Streiten mit des Bösen Ungestalt.
Es kann uns nichts von Gottes Liebe trennen,
er schenkt sie uns zum Lebensunterhalt.“

Lasst Christus eure Herzen weiter brennen,
dann wird man uns als seine Jünger kennen.