von dem fallsüchtigen Knaben (Markus 9)

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Und als sie dann bei Tabor abwärts steigen,
gewahren sie Getümmel tief am Grund.
„Nicht, dass sie sich im Tanze wieder neigen

vor goldnem Kalb“ erinnert bang sein Mund.
Doch heute ist es anders. Keine Töne
der Freude hören sie. Denn nicht gesund

ist den sie diesmal brachten. Sein Gestöhne –
wie schlimm, ein Knabe etwa siebzehn Jahr.
Der Vater mit dem jüngsten seiner Söhne

kam her. Mit ihm der Mond, weil Abend war.
Alsbald tritt auch der Herr in ihre Mitte
und fragt, wie lange schon die Krankheit war.

Da fällt der Vater nieder mit der Bitte:
„Herr, heile meinen Knaben, wenn du kannst!
Es legt der böse Geist die schwarzen Fitte

auf ihn von Anfang an. Du aber bannst
vielleicht Dämonen leicht mit deinen Worten.
So diesen auch und seinen schlimmen Tanz.“

Der Meister fragt den Vater nach den Orten
wohin der Geist ihn reißt zu welchen Pforten.

„Zum Feuer treibt er ihn und in die Fluten!
Schon oft war kaum noch Rettung aus der Not.
Zur Erde wirft er ihn und bis zum Bluten

schlägt er sich dann und ringt nach seinem Tod.
Der Geist beweist zumeist sich im Obsiegen:
Der Knabe ist mir Tag und Nacht bedroht.

Und eines Tages wird er unterliegen.
Wenn du es kannst, so zaudre nicht und tu
ein Wunder hier, die Jünger wollten´s biegen,

doch brachten sie den Dämon nicht zur Ruh.
„Mein Freund! Du musst den Glauben dir erlauben.
Wer wagt, kann viel. Vertraue deshalb du!“

Und plötzlich schweben da zwei weiße Tauben.
Man ruft: O Herr, der du die Wahrheit bist,
Wir glauben dir, hilf unserm Glauben.“

Da brachten sie den Knaben mit dem Biest.
Das riss ihn hin und her und tobt mit Schäumen,
doch schließlich floh es doch vor Jesus Christ.

Der Knabe wachte auf aus bösen Träumen,
der Dämon muss das Feld für immer räumen.

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